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Ulefone Power im Test – Kann das Smartphone mit dem Monsterakku überzeugen?

Ulefone Power, der Name ist Programm, jedoch bezieht sich dies nicht auf die reine Rechenpower. Soviel darf ich schon vorweg nehmen. Der Name steht für Akku-Power, denn verbaut ist hier ein fetter 6050mAh Akku, selbst Heut zu Tage noch ein seltener Anblick. Während alle anderen im 5,5 Zoll Segment zum Großteil auf 3000mAh setzen heißt es bei Ulefone: “Klotzen statt kleckern”. Doch nur ein großer Akku reißt aktuell niemanden mehr vom Hocker, auch der Rest muss stimmen. Und Ulefone verpasst dem Power einige Features die auf dem Datenblatt schonmal Punkte einbringen. Doch geht die Rechnung auch in der Praxis auf? Dies kläre ich, wie gehabt, in der Review.

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Ulefone Power – Das Datenblatt

Display: 5.5 Zoll Full HD (1920x1080p) LTPS

Displayglas: Corning Gorilla Glas 3 in 2.5D Form

Prozessor: Mediatek MTK 6753 Octa-Core mit 1,3 Ghz sowie Mali T720 Grafik

Arbeitsspeicher: 3GB LP DDR RAM

Kameras: 13MP Sony IMX214 (Haup), Blende F1.8 und 5MP OmniVison (Front)

Speicher: 16GB zzgl. Micro SD-Slot mit bis zu 128GB

Akku: 6050mAh Sony Litium-Ionen/ Polymer Battery (nicht wechselbar)

Betriebssystem: Android 5.1, sowie optional den u-Launcher

Connection: LTE ( inkl. Band 20), Bluetooth 4.0, WLAN b/g/n, A-GPS

Zusatz-Features: Infrarot-Sensor, Hotknot, Gesten-Steuerung, LED-Benachrichtigungslicht,        

Quck-Charge, Radio, Fingerabdruckscanner, Dual-Hybrid-Sim, USB-OTG

Maße: 155mx77x9,5mm

Gewicht: 190g

Farbe: Dunkelblau, Holz, silber-weiß

 

Ulefone Power – Der Lieferumfang

Mein Paket wurde ordentlich durch den deutschen Zoll in die Mangel genommen, was sich beim Auspacken auch zeigte, denn der Karton war nicht wieder sorgfältig zusammen gesetzt worden sondern einfach zusammen gepresst. Zudem hat der Karton eine kleine Delle abbekommen. Glücklicherweise blieb der Inhalt heil und unversehrt. Nachdem der Puls wieder runter gefahren war habe, ich das das Ulefone Power direkt aus seinem Pappgefängnis befreit. Der Karton ist in dezentem schwarz gehalten und es oben lediglich der Aufdruck “Power” zu finden.

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Öffnet man den Deckel so kommt auch direkt das Ulefone Power zum Vorschein. Öffnet man dann den weiteren Pappeinleger, befindet sich darunter das Zubehör. Dies fällt reichhaltig aus. So findet ihr im Paket neben einer Schnellstartanleitung in englisch, eine Displayschutzfolie (eine weitere ist bereits aufgebracht), Kopfhörer, USB-OTG Kabel, Silikoncase, und natürlich den Quick-Charge Lader inkl. USB-Kabel, sowie den Simschacht-Öffner.

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Weiterhin hat unser Partner www.cect-shop.com noch eine Checkliste beigelegt wo ein Mitarbeiter ( bei uns hieß er/sie: Jillian(?)) das Gerät durch checkt und das Paket auf Inhalt prüft und dies mit seiner Unterschrift gegenzeichnet, weiter wurden 2 “Silikon-Handyständer” mit “CECT-Logo” beigelegt. Der Versand erfolgte im übrigen sehr schnell. Servicetechnisch ist das erste Sahne. An dieser Stelle sagen wir auch nochmal Danke für das Testsample.

Ulefone Power – Anfassen und begucken

Da halte ich das Ulefone Power also in der Hand und denke mir wieder: “Wow, wieder mal hauen die Chinesen ein qualitativ hochwertiges Gerät raus.” Ja es ist wirklich erstaunlich was man an Qualität aus dem Reich der Mitte zwischenzeitlich so bekommt. Sie brauchen sich nicht zu verstecken. Die Zeiten sind schon länger vorbei. Ich hatte das Glück und bekam das Ulefone Power in der “Holzausführung”, bedeutet, dass die Rückseite aus Holz ist. Genauer gesagt aus Kanadischer Eiche ( laut Ulefone) und dies fühlt und fasst sich einfach klasse an. Wenn ich auch anfangs skeptisch war ob dies Kunststoff oder wirklich Holz ist. Grund: Die Rückseite ist wesentlich härter als die Bambusrückseite meines OnePlus One. Jedoch ist Eiche natürlich auch härter als es eben Bambus ist. Dazu gesellt sich der Edelstahlrahmen. Alles macht einen sehr guten Eindruck. Kein Knarzen oder große Spaltmaße. Und damit ihr euch auch einen Eindruck machen könnt, habe ich das Ulefone Power mit in den Wald ausgeführt.

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Die Frontseite nimmt zum Großteil das 5.5 Zoll 2.5D Full-Display ein. Darunter seht ihr einen runden beleuchteten Homebutton. links und rechts daneben fast unsichtbar findet ihr die Menü- und die Zurücktaste (ebenfalls beleuchtet). Die Beleuchtung ist sehr schwach und eigentlich nur um dunkeln zu sehen. Ich kann jedoch sagen, dass ich nie Probleme hatte diese Tasten zu treffen. Ein Vibrationsfeedback sorgt zudem für das nötige Feeling. Über dem Display findet ihr links die 5MP Selfi-Kamera. Mittig die Hörmuschel und rechts noch den Näherungs- und Lichtsensor, sowie ein 3farbige , im dunkeln leider zu helle, Benachrichtigungs-LED.

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Die linke Seite ist sehr übersichtlich, hier findet hier im oberen Bereich lediglich den Hybrid-Sim-Slot.

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An der rechten Seiten finden wir dagegen etwas mehr. Oben die Laut- und Leiserbuttons, direkt darunter der Power-Button. Und der einzige runde Button ist der Smart-Key. Ein kurzer Druck und die Kamera wird gestartet, Auslösen klappt darüber ebenfalls. Aber, als Kamerabutton liegt er zu zentral und die Bedienung ist nicht optimal. Nimmt man dagegen Selfies mit der Frontkamera auf, liegt der Button natürlich perfekt. Drückt ihr den Button länger so wird direkt der interne Voicerecorder gestartet. Alle Buttons lassen sich super drücken und geben ein sehr gutes Feedback.

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Die Oberseite wird durch 2 kleine Kunststoffstreifen im Edelstahlrahmen getrennt, an der rechten Seite finden wir den 3,5mm Kopfhörer Anschluss und links ist der Infrarotsensor

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Die Unterseite wird links und rechts wieder von Kunststoffstreifen getrennt, in der Mitte liegt der USB Anschluss, rechts im Rahmen findet ihr das Mikrofon.Ulefone Power

Die Rückseite: Jedes dieser Holzcover ist, laut Ulefone ein Unikat und es fasst sich einfach gut an. Die Rückseite ziert die die 13MP Sony Hauptkamera, links daneben ist eine Dual-LED Blitzlicht. Unter der Kamera findet ihr den 360Grad Fingerprintsensor, welcher leicht ins Gehäuse eingelassen ist. Mittig prankt dann noch der “Ulefone” Schriftzug.

Mit 190g ist das Ulefone Power natürlich nicht für jedermann gemacht. Die 5,5 Zoll sind dagegen schon Standard. Da das OnePlus One ebenfalls nicht klein ist, fiel der Umstieg relativ leicht. Nur die Dicke von 10mm ist natürlich eine Ansage. Zwischenzeitlich hatte ich auch immer mal mein OnePlus One in der Hand und der Unterschied von der Dicke her ist dann schon erstaunlich. Dennoch stört mich die Größe und Masse des Ulefone nicht wirklich.

Ulefone Power – Mattscheibe ( Displaycheck)

Das Display, wie immer eines der wichtigsten Teile eines Smartphones. Und hier kann ich euch beruhigen. Es ist ein 5,5 Zoll Full HD Display, löst also mit 1920 x 1080Pixel auf und erkennt 5 Berührungspunkte. Das ganze ist ein LTPS (low temperature polysilicon) Display welches von AUO stammt, dies wiederum ist der 2. größte Panelproduzent hinter JDI Display. Das Panel wird hier von Cornings Gorilla Glas in der Version 3 geschützt, hinzu kommt das 2.5D Design, die Ränder sind also abgerundet. Das Display macht einen sehr guten Eindruck, alles ist scharf und es sind keien Pixel zu erkennen. Die Farben wirken kräftig, blickwinkelstabil und das Panel ist sehr hell, sogar noch heller als das Meizu M2 Note. Zudem reagiert es schnell auf Eingaben. Weiterhin kann das hier verbaute Panel auch noch mit einer guten Farbabstimmung aufwarten, so dass es keinen Gelb- oder Blaustich hat. Die Schwarzwerte stimmen, können aber natürlich nicht mit AMOLED-Displays mit halten. Die geringste Helligkeitsstufe ist mir jedoch noch nicht dunkel genug. Empfindliche Personen müssen abends im Bett dann auf eine Softwarelösung ( z. Bsp.: Screen-Filter) ausweichen. Tja, und dann bleiben da noch die etwas zu breit geratenen Ränder (Bezel) links und rechts. Aber auch oben und unten kommen sie, besonders mit der weißen Front, “sehr gut” zum Vorschein. Leider ist das sowohl beim Holds K3 (Artikel), also auch auch bei Meizu´s M2 Note (Artikel) so. Ich hoffe, dass wir hier künftig noch besseres zu Gesicht bekommen. Was weiterhin auffällt ist das Mediateks Miracast nicht im System zu finden ist, was aber nicht ins Gewicht fällt. “Out of the Box” schützt Ulefone das Power direkt mit einer Folie, hier war ich positiv überrascht, denn auch jetzt nach all der Testzeit weist sie kaum Kratzer auf. Das Power befand sich dabei, abgesehen vom Silikoncase, ohne weiteren Schutz. Die Qualität der Folie kann ich somit als sehr gut einstufen.

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Ulefone Power – Performance und Hardware

Mediateks bekannter Octa-Core MT6753 mit 1,3Ghz und 3 GB LPDDR3 RAM sollen hier für ausreichend Leistung sorgen. Leider und unverständlicherweise setzt Ulefone hier auf Android in 32Bit statt 64bit, wie es auch der Prozessor unterstützt. Dennoch kann ich sagen, dass das Ulefone Power bis auf wenige Ausnahmen absolut performant und flüssig läuft. Dank der 3GB Arbeitsspeicher hat das Power auch keine Probleme mit Multitasking. Wie üblich muss es mit dem Chromebrowser und 20 offenen Tabs klar kommen, sowie WhastApp, Hangouts und Google Plus, nebenbei natürlich Musikhören und immer wieder das wechseln zwischen diesen Apps. Das Gerät macht hier einfach einen verdammt guten Eindruck.

Aber auch diversen Spielen musste sich das Ulefone Power stellen. Zum Einsatz kamen hier Sniper Fury und Asphalt 8 um die 3D Leistung zu zu prüfen, sowie Alto und Vikings, welche stellvertretend die 2D-Leistung untermauern dürfen. Die 3D Leistung des Mediatek SoCs bzw. der verbauten ARM Mali T720 Grafikeinheit kennen wir natürlich bereits vielfach aus anderen Handsets. Und so spiegelt sich die Leistung auch beim Ulefone Power wieder. Asphalt 8 war selbst auf niedrigsten Einstellungen nicht flüssig spielbar. Sniper Fury war mit den niedrigsten Einstellungen flüssig, bedauerlicherweise leidet dann natürlich die Grafikqualität darunter. Bei der 2D Leistung gibt sich das Ulefone Power, wie gedacht, keine Blöße und meistert die getesteten Spiele ohne Probleme. Wie immer gilt: Man 3D Games nur begrenzt spielen. 2D stellt keine Hürde dar.

Und damit ihr auch wieder Vergleichswerte habt bekommt ihr hier wieder eine Auswahl an synthetisch Benchmarks:

 

Ulefone Power Benchmarks

Antutu, Geekbench, Quadrant und Velamo

36000 Punkte im Antutu Benchmark sind definitiv nicht schlecht für einen MTK 6753 Octa-Core und wie oben bereits geschrieben, läuft das Ulefone Power im Alltagsbetrieb absolut flüssig. Selten hat mir dieser Prozessor soviel Freude wie im Power bereitet.

Ulefone Power – Konnektivität und Sound

Das Power kommt mit weltweiter LTE Unterstützung, WLAN geht bis 300mBit im N-Standard jedoch nur im 2,4Ghz Bereich und Bluetooth wird glücklicherweise im Standard 4.0 “Low-Energy” unterstützt. Das Ulefone Power bringt zudem einen Dual-Sim bzw. Hybrid Sim-Slot mit. Ihr könnt 2 Micro SIM-Karten einlegen oder aber eine Micro-Sim und eine Micro SD-Karte mit bis zu 128GB. Ich habe beides für euch getestet. Und kann keine Probleme bei der Nutzung feststellen. Einzig, dass mir der interne Speicher von 16GB bei 2 Sim-Karten dann zu gering war. Ansonsten könnt ihr intern einstellen welche Karte “wofür herhalten” soll. Jedoch geht nur eine Karte für das Mobile Internet. Apropos, hierfür habe ich mir zusätzlich zu meiner Congstarkarte eine weitere im Vodafone Netz besorgt, um so auch die LTE-Fähigkeiten unter die Lupe zu nehmen. Denn das Ulefone Power unterstützt das bei uns wichtige LTE Band 20. So war ich knapp 10 Tage mit Vodafone LTE unterwegs bevor das magere Volumen von 750MB aufgebraucht war, danach ging es im Telekom-Netz bei max. 7.2mBit weiter. Ich muss gestehen dass mir “LTE-Speed” gut gefällt, ich komme aber auch sehr gut mit dem Congstartarif und den 7.2mBit klar. Die Verbindung im Vodafone LTE Netz war gut, wenn auch nicht hervorragend bei meinem einzigen Test, denn theorethisch kann Vodafone 50mBits. 

Ulefone Power LTE Speed

Telefoniert habe ich natürlich auch. Und auch hier braucht sich das Ulefone Power nicht verstecken sowohl ich, als auch mein Gegenüber waren klar zu verstehen. Den Freisprecher kann man auch als diesen verwenden, wenn er auch Bassanteile schwer vermissen lässt und bei voller Lautstärke zu Verzerrungen neigt. Die beigefügten Kopfhörer (Headset) können nicht überzeugen: Billige Verarbeitung und ein blecherner, hohler Klang. Aber immerhin mit Rufannahmetaste. Dagegen sind die JBL E1+ jedoch eine Wonne. Diese habe ich auch beim FM-Test verwendet, ihr lest richtig, das Ulefone Power hat ein FM-Radio verbaut und dies funktionierte ebenfalls ohne Probleme in meinen 4 Betonwänden.

Die Bluetoothreichweite hat mich dagegen richtig überzeugt. In meinem Fall musste die Verbindung durch 2 Wände und ca. 6m Entfernung. Viele Geräte kommen ins stocken, mit dem Ulefone Power konnte ich jedoch noch ein Schritt mehr machen. Und auch im Fitnessstudio konnte ich mich vom “Platz” entfernen ohne dass der Musikgenuß abbrach.

Der GPS-Fix erfolgte kalt bereits nach schnellen 3s, hier fand das Ulefone Power direkt 12 Satelliten bei einer Genauigkeit von 4m. Und auch die Streckenaufzeichung klappte ohne Probleme.

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Ulefone Power – Der Saftspender (Akkucheck)

Na darauf habt ihr doch schon gewartet? Wie schlägt sich der verbaut 6050mAh Akku von Sony? Ulefone gibt ja ganz selbstbewusst eine 4 Tage Nutzung an (Normal Use), sowie 75 Tage Standby und 63h Gesprächszeit. Bei den letzten beiden Punkten muss ich euch enttäuschen: Erstens telefoniere ich nicht so viel und vorallem lasse ich meine Smartphones nicht so lange rumliegen.

Ok reden wir mal Tacheles: Ich als Poweruser komme auf 2 Tage Nutzungsdauer mit 7h Display on Time. Und ehrlich, es ist ein absolut tolles Gefühl sein Smartphone nur alle 2 Tage an die Steckdose hängen zu müssen. Apropos Steckdose, das Ulefone Power, sowie das beigelegte Ladegerät unterstützen “Pump Express Plus”, auch bekannt als Quick Charge. Laut Ulefone ist das Power innerhalb 120Min wieder voll aufgeladen. Fast, nach 2h zeigte mir die Akkuanzeige 86%. Haut nicht ganz hin, aber ich kann damit sehr gut leben.

Ulefone Power Akku Leistung

 

 

Ulefone Power – Kameracheck

13 Megapixel Sony-Hauptkamera (Sony IMX214) und eine große Blende von F1.8, sowie eine 5MP OmniVision (OV5648) als Selfie-Kamera und der Autofokus der Hauptkamera, welche von einem Dual-Flash unterstützt wird, soll innerhalb 0,3 Sekunden scharf stellen. Hört sich alles zu gut an? Ist es auch. Die Bilder sind definitiv nicht schlecht, jedoch versprechen die Spezifikationen hier mehr. Der Autofokus ist natürlich nur unter optimalen Bedingungen (viel Licht) so schnell und die Bilder sind dann eben doch “nur” Durchschnitt. Und leider sind die Bilder nur zentral scharf, zum Rand hin werden sie immer unschärfer. Zuerst dachte ich an Schmutz aber auch nach sauber machen der Linse änderte sich nichts. Ansonsten wartet die Kameraapp mit einem elektronischen Bildstabilisator, Live-Fotomodus, Panoramafunktion und Gesichtsverschönerungsmodus auf. Merkwürdig war, die Kamera hat ab und an einen Fehler ausgegeben, dies konnte ich jedoch nicht reproduzieren.

Selten kam es auch vor, dass ich den Fokuspunkt nicht selbst setzen konnte, die Kameraapp warf mich nach tippen aufs Display sofort in die Galerie. Ich musste die Kameraapp dann schließen und neustarten für eine korrekte Funktion. Der Front-Shooter ist unspektakulär, die Aufnahmen wirken etwas weich und unscharf sind ansonsten aber ok. Ich hoffe, dass die kleinen Fehlerchen mit einem Update noch gefixt werden. Damit ihr die Bilder selbst beurteilen könnt hier ein paar Aufnahmen in verschiedenen Situationen:

Ulefone Power – Das Betriebssystem und seine Features

Nachdem uns die Kameraleistung einen kleinen Dämpfer verpasst hat, kommen wir wieder zu etwas wesentlich erfreulicherem. Und zwar finden wir auf dem Ulefone Power ein natives Android 5.1 Lollipop, keine Bloatware und nicht einmal irgendwelche Zusatzapps. So findet ihr alles an gewohnter Stelle und Freude macht sich breit bei mir.

Ulefone Power OS Panorama

 

Von den 16GB Speicher verbleiben 12,32GB zur freien Verfügung. Kurios: Sobald man eine SD-Karte einsteckt zeigt das Ulefone jedoch nicht mehr die genaue Verteilung des internen Speichers an, sonder nur noch den der SD-Karte. Falls es euch übrigens nach einem anderen Aussehen dürstet, so könnt ihr den ebenfalls integrierten “U-Lauchner” verwenden, dieser bietet keinen App-Drawer; im Gegenzug könnt ihr den Launcher optisch anpassen. Ihr habt die Möglichkeit zwischen einem der 3 installierten Designs zu wählen (eins ist Exklusiv), Überblendeffekte, oder spezielle Hintergründer. Über einen integrierten “Theme-Store” habt ihr aber auch Zugriff auf viele weitere Themes (Designs). Testet ihn ruhig mal, er läuft sehr schnell.

Ulefone Power u Launcher

Als Features integriert Ulefone: HotKnot, die Gestensteuerung (Display), den Fingerabdrucksensor und auch eine Gestensteuerung welche ihr über den Näherungssensor bedient. Während ihr bei der “Gestensteuerung” die Befehle direkt über das Display eingebt ( unterstützt werden unter anderem Tap to wake, Buchstaben zeichnen und bestimmte Apps öffnen, Kamera starten, Lied vor und zurück), braucht ihr beim “Smart Somatosensory” eigentlich nur über den Näherungssensor “wedeln”. Ich kann jedoch für beide Funktionen keine Empfehlung aussprechen. Die Display-Gestensteuerung ist scheinbar nicht mit dem Näherungsensor gekoppelt. So kam es vor, dass sich das Ulefone in der Tasche entsperrte und Apps gestartet wurden. Unter anderem rief das Power dann auch erstmal diverse Nummern aus meinem Telefonbuch an. Schade denn abgesehen von diesem Fauxpas funktioniert sowohl Tap to wake als auch alle anderen Gesten hier sehr gut. Beim “Smart Somatosensory”, also der Gestensteuerung über den Näherungsensor ist es so, dass diese einfach nur ungenau ist und somit keine Freude bereitet. Beide Gestensteuerungen waren somit nach einiger Zeit wieder deaktiviert. Der Fingerabdrucksensor ist dagegen wieder einer von der besseren Sorte. Während die Erkennungsrate beim Holds K3 so schlecht war, dass ich ihn ausgeschaltet habe, ist sie beim Power auch heute noch aktiv. Jedoch muss ich dazu sagen dass auch hier die Werbeaussage von 0,1-0,3 Sekunden nicht stimmt. Ich tendiere Richtung einer Sekunde. Gefühlt könnte er einfach schneller entsperren. Die Erkennungsrate ist hoch, jedoch nicht perfekt. Beim initialisieren des Fingers” sollte man alle möglichen Ecken des Fingers gut auflegen. Und auch beim Entsperren solltet ihr den Finger nicht zu weit abweichend auflegen. Dafür gibt es aber eine 360 Grad Erkennung.

Ulefone Power Features Panorama

Was sonst noch auffällt: Ulefone installiert hier ein 32Bit Android, der verbaute Mediatek unterstützt jedoch 64Bit. Weiterhin ist bei der Displayhelligkeitsregelung nur die “adaptive Justierung” oder die voll manuelle möglich. Das kenne ich anders, teilweise bleibt mir das Display des Ulefone Power in der automatischen Konfiguration noch zu hell. USB-OTG unterstützt das Power ebenfalls und so habe ich einen 32Gb SanDisk USB Stick per beigelegten Adaper angeschlossen. Dieser wurde reibungslos erkannt und ich hatte Zugriff auf Musik und alles was sich auf dem Stick befand.

Ebenso wollen wir den verbauten Infrarot-Port erwähnen. Genau, mit diesem könnt ihr so ziemlich jede Infrarotfernbedienung bei euch zu Hause ersetzen und dies klappt sehr gut. Einfach eine passende App aus den Store laden (Ich habe hierzu die App “irplus” genutzt.), einrichten und los gehts. Die Sendeleistung kann ich als hervorragend bezeichnen. Ich musste den Sensor nicht mal direkt auf den Empfänger richten. Da kenne ich Fernbedienungen welche um einiges schlechter sind. 

Und Stagefright-befreit ist das Ulefone Power natürlich auch.

Ulefone Power Stagefright

Ulefone Power – Abschlussfazit

Was sagte schon Tim Tailor, der Heimwerker-King? Genau: “Wir brauchen mehr Power!” Und das bekommt ihr hier, zumindest in Akkuform. Denn es hält dich als “Power-User” einfach mal 2 Tage lang von der Steckdose fern, 4 Tage Nutzung sollten bei gediegener Nutzung also drin sein. Aufgrund des großen Akkus und der GPS-Leistung macht es sich hervorragend als “Ingress-Phone”. Ihr zockt keine “großen” 3D-Spiele? Ihr wollt selten an die Steckdose? Ihr habt kein Problem mit großen Smartphones? Prima, dann ist das Ulefone Power das Handset der Wahl. Ihr müsst nur mit der Größe klar kommen, aber viel Akku und und kleine Smartphones passen halt nicht zusammen. Mit der Holzrückseite aus Kanadischer Eiche und auch der sonstigen 1A Verarbeitung macht es auch noch optisch was her. Android 6 steht ebenfalls schon in den Startlöchern und sollte dem Power durch den Doze-Modus nochmal zu mehr Laufzeit verhelfen. Und das Gute ist, ihr bekommt das Ulefone Power für läppische 169,99 EUR über www.cect-shop.de. Das ist verdammt viel Smartphone was ihr für den aufgerufenen Betrag bekommt, selbst mit etwaigen Zusatzkosten durch den Zoll. Von mir gibts eine klare Kaufempfehlung.

Ulefone Power im Test – Kann das Smartphone mit dem Monsterakku überzeugen?
4.4 (87%) 20 Bewertungen

Ulefone Power, der Name ist Programm, jedoch bezieht sich dies nicht auf die reine Rechenpower. Soviel darf ich schon vorweg nehmen. Der Name steht für Akku-Power, denn verbaut ist hier ein fetter 6050mAh Akku, selbst Heut zu Tage noch ein seltener Anblick. Während alle anderen im 5,5 Zoll Segment zum…

Ulefone Power Test Resultat

Zubehör (Lieferumfang) - 10
Verarbeitung / Design - 9
Display - 9
Performance - 9
Firmware/ Software / Features - 8
Netzwerk, Telefonie, GPS usw. - 9.5
Kameras - 7.5
Akku/ Akkulaufzeit - 9

8.9

TOP!

Kaufempfehlung!

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Über Sebastian Päthe

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