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Fitbit Charge im Test: Der einfache und modische Fitness-Tracker

An dieser Stelle möchte mich bei unserer netten Leserin Isabelle bedanken, die mir das Fitbit Charge für einen Test zur Verfügung gestellt hat. Bei dem Review habe ich neben meiner DSLR-Kamera eine Yashica Electro 35 GSN von 1973 genommen,einer der ersten Analog-Kameras mit integrierten elektronischen Schaltkreisen. Daher bitte ich um Nachsicht, falls die Fotos etwas nach „vintage“ aussehen.

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Mittlerweile gibt es viele verschiedene Fitness-Tracker auf dem Markt – kein Wunder, dass die kleinen Helferlein bei vielen Smartphone-Nutzern sehr beliebt sind. Fitbit ist einer der bekanntesten Hersteller solcher Fitness-Tracker. Ich habe mir den Fitbit Charge daher etwas genauer angesehen und wie er sich während meiner Testzeit geschlagen hat, erfahrt ihr in meinen folgenden Testbericht.

Grundlegende Fakten :

Den Fitness-Tracker selbst gibt es grundsätzlich in zwei Versionen: Einmal als Fitbit Charge und einmal als Fitbit Charge HR. Im Wesentlichen sind sich beide ähnlich. Letzteres Modell bietet allerdings einen zusätzlichen Pulsmesser. Zudem besitzt es ein klassisches Uhrenarmband, das Fitbit Charge – was ich hier habe – bietet dagegen nur zwei Zapfen, mit denen das Kunstsoff-Armband zusammengeklippt wird. Mit dem Halt während meiner Testzeit hatte ich keine Probleme damit. Wasserdicht ist das Fitbit Charge nicht, aber immerhin wasserabweisend. Das bedeutet, dass man es nicht zwingend vor dem Duschen oder dem Händewaschen abnehmen muss – es hat all das problemlos verkraftet.

 

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Folgende Daten erfasst das Fitbit Charge und zeigt sie auf dem Display an :

  •      Zurückgelegte Schritte pro Tag
  •      Zurückgelegete Strecke in Kilometer
  •      Kalorienverbrauch
  •      Stockwerke dank Höhenmesser
  •      Uhrzeit und Datum
  •      Schlafqualität – Dazu später mehr.

Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen an. Das kommt natürlich immer auf die persönliche Verwendung an. Bei meiner persönlichen Nutzung kam ich auf 4 Tage Akkulaufzeit, was sicherlich ein guter durchschnittlicher Wert ist.

Das Display des Fitbit Charge

Nach einen Druck auf den Button erscheinen die Werte auf dem Display. Der Knopf sitzt auf der linken Seite und ist für Linkshänder als auch für Rechtshänder gut erreichbar. Da der Button auf der linken Seite sitzt, könnte es ein wenig fummelig werden bei einen Ärmel mit engem Bund. Notfalls kann man den Tracker durch zweimaliges Klopfen unterhalb des Displays aus dem Standby aufwecken, dann erscheint hell und gut lesbar die aktuelle Uhrzeit. Per Druck auf den Knopf folgen weitere Werte, deren Auswahl und auch Reihefolge sich über die Smartphone-App für Android oder iOS festgelegen lassen. Zudem kann man noch die Ansicht der Zeitanzeige anpassen.

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Streckenmessung mit dem Fitbit Charge

Eine der Hauptaufgaben eines Schrittzählers ist: Richtig, Schritte zählen. Um die Genauigkeit herauszufinden, habe ich die Werte mit meiner Pebble Steel Time gemessen und zudem die Schritte manuell nachgezählt. Die Pebble Steel und der Fitbit Charge Tracker lagen beim gehen nur um wenige Schritt auseinander. Dennoch unterscheiden sich am Ende des Tages die Werte der beiden Wearbles deutlich.

Schrittzähler

Dies kommt nicht nur vom Gehen, sondern auch durch andere Aktivitäten. Die Ursache hierfür liegt in der Art, wie das Fitbit Charge zählt. Anstelle nur die Schritte, werden auch Handbewegungen als Schritte erfasst. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet sei mal dahingestellt. Für die Praxis dürfte das wenig Unterschied machen, es ist eher Geschmackssache. Sein persönliches Ziel setzt man sich ja sowieso selbst. Auf die Kilometeranzeige würde ich mich allerdings nicht verlassen.

Schlaftracking und Weckfunktion

Genauso wie das Mi Band von Xiaomi erkennt das Fitbit Charge wenn der Nutzer schläft. Das funktioniert überraschend gut. Bei einigen Konkurrenzmodellen, bei denen ich das Schlaftracking manuell aktivieren bzw. morgens wieder deaktivieren muss, liegt man häufiger daneben. Aber wer denkt schon früh am Morgen nach dem Aufwachen daran, den Tracker erstmal umzustellen?

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Die Anzeige des Schlaftrackings in der App könnte noch etwas besser ablesbar sein. Im Prinzip lassen sich Schlafqualität und die Zeiten vernünftig herausfinden. Allerdings bin ich doch etwas von meiner Pebble Steel Time verwöhnt, wo die Statistik einfacher dargestellt wird. Fitbit gibt ganz klar an, dass es sich bei dem Charge nicht um ein medizinisches Gerät handelt. Es soll vielmehr als grobe Orientierung über Fitness und Schlaf dienen.

Schlaftracking

Der Fitbit Charge trackt zwar den Schlaf und wertet diesen auch aus, allerdings schafft er es nicht mich in einer Leichtschlafphase aufzuwecken. Bleibt zu hoffen, dass Fitbit eine solche Option als Update nachreicht. Einen rein uhrzeitgesteuerten Vibrationswecker bietet der Fitnesstracker trotzdem. Wobei die Vibration doch etwas stärker sein könnte. Leider hab ich einen einen sehr tiefen Schlaf und daher spürte ich den Vibrationalarm nicht.

Fitbit App und Webportal

Das Fitbit Charge verbindet sich per Bluetooth 4.0 mit einen Android Smartphone oder mit einen iOS Gerät bzw. synchronisiert sich mit diesen. Den Abgleich über einen Rechner soll mittels spezieller Bluetooth-Dongle auch möglich sein, leider konnte ich das nicht testen da mir unsere Leserin den Dongle nicht mitgeschickt hatte. Die Datenspeicherung erfolgt über das Fitbit-Portal. Die App zeigt übersichtlich die aktuellen Werte an und bietet zudem noch einen umfassenden Verlauf an, welcher im Gegensatz zu mancher Konkurrenz nicht schon nach sieben Tagen endet.

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Über das Erreichen der persönlichen Ziele wurde ich per Push-Notifcation und Mail informiert. Um die Motivation zu steigern gibt es die Möglichkeit, seine Aktivitäten mit Freunden zu verknüpfen und kleine Wettkämpfe um die besten Ergebnisse gegen sie auszutragen, was ich persönlich eine Spannende Sache finde. Im Moment fehlt in der Android-App noch die Anbindung an Google Fit. Aktuell ist diese noch nicht geplant, was ich ein wenig schade finde.

Fazit

Das Fitbit Charge hat mir sehr gefallen: Die Hardware überzeugt, sitzt bequem und sieht schick aus. Schon alleine als Uhr hab ich den Tracker sehr gerne genutzt. Zudem zeigt das Charge auch eingehende Anrufe an, aber leider keine Benachrichtigungen von anderen Apps. Das könnte man allerdings mit einen Update ändern. Darüber hinaus liefert der Tracker Fitness-Daten und analysiert meinen Schlaf. Unterm Strich ist der Fitbit Charge ein hervorrangender Fitness-Träcker und hat mich im Alltag nie im Stich gelassen.  Für mich, der zum ersten Mal einen richtigen Fitnesstracker getragen hat, war es sehr interessant, um meine Bewegung und meinen Schlaf auszuwerten.

 

Fitbit Charge im Test: Der einfache und modische Fitness-Tracker
4.7 (94%) 10 Bewertungen

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Über Oliver Sierra

Olivier bloggt für Mobildingser und hat seine Wurzeln in dem kleinen Land Luxemburg. Er liebt alles was mit Technik zu tun hat egal ob Smartphones, Gadgets oder Tablets. Er ist überwiegend in der Androidwelt zuhause aber wandere gerne mal abseits davon. Seine Leidenschaft sind Ford oder Oldtimer egal welches Baujahres und die Fotografie. Seine Liebe zu Italien hat er seine liebsten zu verdanken. Mail: oliver@mobildingser.com / Telefon: +49 (0) 3322 426 4609