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Das Motorola Moto X Force im Test – Power und Performance auf hohem Niveau

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Nachdem das Motorola X Force im November 2015 offiziell vorgestellt wurde, stand für mich als großen Motorola-Fan sofort fest, dass ich dieses Teil unbedingt mein eigen nennen musste und das so schnell wie möglich. Da Motorola in meiner Heimat (der Schweiz) ohnehin nicht vertreten ist und das X Force in Deutschland auch erst irgendwann Anfang des Jahres offiziell erhältlich sein würde, musste ich also einen anderen Weg finden um an dieses Gerät zu kommen. Somit blieb mir nichts anderes übrig als das Motorola X Force in England zu bestellen und obwohl als Lieferzeit ganze 11 Tage veranschlagt waren, konnte ich das Gerät effektiv bereits nach 3 Tagen in den Händen halten (so ziemlich als einer der ersten in Europa). Wie sich das Motorola Moto X Force in meinem Alltag geschlagen hat, erfahrt ihr nun in einem kleinen Review.

 

Motorola Moto X Force – Die Spezifikationen

  • Display: 5,4-Zoll AMOLED-Display mit Shatterproof Protection
  • Auflösung: 2560 x 1440 Pixel (540ppi);
  • CPU: Quad-Core Qualcomm Snapdragon 810 Prozessor; 2,0 GHz;
  • GPU: Qualcomm Adreno 430;
  • RAM: 3 GB;
  • ROM: 32 GB interner Speicher (erweiterbar MicroSD-Speicherkarte von bis zu 128 GB);
  • Kamera Rückseite: 21,0 Megapixel von Sony, f/2.0 Blende, Videoaufnahmen bis zu 4K und Slow-Motion, Dual-Tone LED-Blitz, PDAF, 1.4 µm Pixel-Größe;
  • Kamera Frontseite: 5,0 Megapixel, f/2.0 Blende und LED-Blitz
  • Konnektivitäten: Bluetooth 4.1 (A2DP, EDR, LE), Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, A-GPS, GLONAS;
  • Akku: 3760mAh mit Fast-Charge, Qi-Standard für drahtloses Laden
  • OS: Android 5.1.1
  • Abmessungen: 149.8 x 78 x 9.2 Millimeter
  • Gewicht: 169 Gramm

Motorola Moto X Force – Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung gleicht jener des Moto X Style, bis auf das bei der Transportbox des Motorola Moto X Force ein paar andere Farben gewählt wurden.

Insgesamt ist die Verpackung des Moto X Force relativ groß geraten (wie auch bei Moto X Style) und nach dem Öffnen der Box erblickten meine gespannten Augen sofort das Objekt der Begierde, welches hier auf der linken Seite der Schachtel eingebettet war. In der rechten Hälfte lag ein weiteres Schächtelchen, welches das Turbo-Ladegerät beherbergte (welches identisch ist mit dem des Moto X Style) und des Weiteren fanden sich hier noch ein SIM-Slot Tool, eine entsprechende Kurzanleitung und die Garantie-Hinweise zum Motorola X Force.

Motorola Moto X Force – Design und Verarbeitung

Das Motorola Moto X Force wirkt mit seinem 5,4-Zoll Display auf der Frontseite, im ersten Moment gar nicht mal so viel kleiner als das Moto X Style mit den 5,7-Zoll Bildschirm und ganz genau gesagt sind es hier lediglich wenige Millimeter die den kleinen aber feinen Unterschied ausmachen. Das Moto X Force ist im Gegensatz zum Moto X Style um 4,1mm kürzer sowie 1,9mm dünner geworden, hat dafür aber 1,6mm in der Breite zugelegt. Insgesamt ist das neue Moto X Force ein sehr kompaktes Gerät und trotz des 760mAh größeren Akku, wiegt das Gerät dennoch satte 10 Gramm weniger als das Moto X Style mit seinem 3000mAh Energiespeicher.

Motorola Moto X Force Front-1

Was am meisten auf der Frontseite auffällt (und das nicht im positiven Sinne), sind die doch sehr breiten Rahmen links und rechts des Displays, welches ich so von einem Motorola-Handy der X-Serie bislang nicht kannte. Gerade im Vergleich zum Moto X Style, welches mit sehr schmalen und filigranen Rändern daher kam, sind die des Moto X Force ziemlich breit und klobig geraten, wobei ich vermute, dass diese auf Grund der Stabilität bzw. Robustheit des Gerätes dementsprechend breit gewählt wurden. Anders kann ich es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.  

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Ein weiteres auffälliges Design-Merkmal sind die zwei schmalen Öffnungen unterhalb des Bildschirmes. Hinter diesen verbergen sich zum einen ein Lautsprecher und zum andren ein Mikrofon. Um auch hier wieder den Vergleich zum Moto X Style zu ziehen, dort gab es nur eine breite bzw. längliche Öffnung für beide Features. Optisch ist diese Lösung etwas gewöhnungsbedürftig und ich persönlich fand die eine breite Öffnung des Moto X Style etwas ansprechender. Das ist aber natürlich reine Geschmackssache.

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Ebenfalls wie beim Moto X Style, gibt es auch beim Moto X Force oberhalb des Displays einen Single LED-Blitz für die Aufnahmen mit der front-seitigen Selfie-Cam bei schlechten Lichtverhältnissen. Dieser wurde allerdings hier neu platziert und befindet sich nun auf der anderen Seite (links) des Ohrhörers und nicht mehr direkt neben der Kameralinse des Front-Shooters wie beim Moto X Style.

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Ansonsten verteilen sich die Buttons und Öffnungen rund um das verwendete Aluminium-Chassis des Motorola Moto X Force wie folgt: rechte Seite –  Power-Button (Ein-/Ausschalter) und Lautstärkeregler; linke Seite„Clean“ (dort befindet sich also rein garnichts), UnterseiteUSB-Anschluss zum Beladen des Energiespeichers und für die Datenübertragung zu einem PC; Oberseite3,5mm Audio-Anschluss und der SIM-Slot.

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Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf die Rückseite des Motorola Moto X Force zusprechen kommen. Diese besteht aus einem ballistischen Kunststoff, bei welchem es sich um ein sehr robustes Material handelt das es bereits seit den frühen 40iger Jahren gibt und welches in einem Farbton mit der Bezeichnung – Black Ballistic Nylon – gehalten wurde. Die Struktur der rückseitigen Abdeckung lässt sich am Besten als 3D-artiges Waben-Muster bezeichnen, was dem Gerät eine sehr gute Haptik verleiht. Als Design-Element hat Motorola auf der Rückseite eine silberne „Kamera-Bar“ integriert, die das Logo des Herstellers trägt und in welcher der Dual-Ton LED-Blitz und das rückseitige Kamera-Modul verbaut sind.

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Insgesamt, sehen wir mal von den breiten Rahmen um das Display und den beiden gewöhnungsbedürftigen Öffnungen unter dem Display ab, gefällt mit das Design des Motorola Moto X Force recht gut und die Verarbeitung ist wie ich es von diesem Hersteller gewohnt bin, ausgezeichnet.

Motorola Moto X Force – Das Display

Das eigentlich besondere am diesem neuen Smartphone aus dem Hause Motorola mit dem mächtigen Namen “X Force” ist das verbaute Display. Rick Osterloh, seines Zeichen Präsident und Chief Operating Officer bei Motorola Mobility, hatte kürzlich und ganz ohne Worte in einem kurzen Video gezeigt, wie robust das Display des Moto X Force ist (im Gegensatz zum iPhone 6 und Samsung Galaxy S6), welches ihr euch hier noch einmal anschauen könnt.

Das Display wird vom Hersteller als bruchsicher beworben, wobei ich vorneweg sagen muss, dass ich selbst nicht getestet habe, wie robust der Bildschirm des Moto X Force wirklich ist. Wer allerdings an detaillierten Tests zum Display dieses Smartphones interessiert ist, der findet im Internet diverse Videos dazu. Ferner gibt Motorola auf das verbaute Panel und dessen Funktionalität eine 4-jährige Garantie (in den USA). Diese Garantie beinhaltet allerdings nicht die oberste Schutzschicht des Bildschirmes, so das Kratzer oder Risse in dieser Schicht nicht mit der 4-jährigen Garantie abgedeckt sind. Wie es sich mit dieser Garantiezeit in Europa verhält ist derzeit noch recht unklar und auf eine Nachfrage bei Motorola England um diesen Sachverhalt, habe ich bisher keine Antwort erhalten.

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Das Display besteht beim Motorola Moto X Force aus insgesamt 5 Schichten, die sich wie folgt aufteilen. Eine Protective Lens, Interior Lens, Dual Touch Layer, dem AMOLED-Panel an sich und einem Aluminium Layer, welches für die extrem hohe Stabilität sorgt.

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Wie gerade schon kurz erwähnt, kommt im Gegensatz zum Moto X Style beim Moto X Force wieder ein AMOLED-Display zum Einsatz, was ich persönlich sehr begrüsse und mich außerordentlich freut. Ein IPS-Display ist natürlich gut und schön, aber ein AMOLED-Panel ist rein optisch und von der Energieeffizienz her die deutlich bessere Wahl. Dank der hohen Auflösung von 2560 x 1440 Pixel und der daraus resultierenden Pixeldichte von satten 541 ppi, ist der Bildschirm des Moto X Force extrem scharf (das menschliche Auge ist ohnehin nicht in der Lage, den Unterschied von z.B. 400ppi oder 550ppi zu unterscheiden). Die Farben werden gewohnt satt wieder gegeben, die Kontraste sind wirklich toll und auch die „schwarzwerte“ können hier wirklich beeindrucken. Insgesamt ist hier ein wirklich großartiges Display verbaut, welches seinesgleichen sucht.

Motorola Moto X Force – Performance und Software

Wie sieht es eigentlich mit der Performance des Qualcomm Snapdragon 810 aus? Und wie ist es mit der Hitzeentwicklung? Das waren bei diesem Prozessor ja immer die heiß diskutierten Themen…..

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Dazu kann ich kurz und bündig nur sagen – „Das Teil ist sauschnell!“ – so wie ich es von meinen anderen Geräten der Motorola X-Serie gewohnt bin. Was die Hitzeentwicklung angeht, nun dort bewahrheitete sich der Ruf des SD 810 als „Hitzkopf“ glücklicherweise nur teilweise. Grundsätzlich muss ich sagen, dass das Gerät im normalen Gebrauch nicht extrem warm oder gar heiß wurde, nur wenn die Belastung über einen längeren Zeitraum auf einem außerordentlich hohen Niveau lag (z.B. eine längere Video-Aufnahme in 4k, sehr viele Fotoaufnahmen in einer sehr kurzen Zeit gemacht wurden oder wenn ich ein sehr „leistungshungriges“ Spiel über längere Zeit am Laufen hatte), wurde das Moto X Force dann doch recht warm. In diesen Fällen machte sich dann auch ein deutlicher Leistungsabfall des Akkus bemerkbar und es half dann nur noch eine kurze Pause einzulegen und das Handy zum Abkühlen in den Standby-Modus zu schalten.

Obwohl ich kein Freund von Benchmarks bin, hier dennoch das obligatorische Antutu Benchmark Resultat. Dieses sind für aber lediglich Laborwerte, da diese rein gar nichts über die tatsächliche Performance im Alltag aussagen.

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Insgesamt halten sich in meinen Augen die zuvor endlos debattierten Hitzeprobleme des Snapdragon 810 absolut in Grenzen, denn auch andere Geräte in unserer Redaktion (u.a. das Xiaomi Redmi Note 3 oder das Xiaomi Mi Pad 2) erwärmen sich bei hohen Beanspruchungen deutlich. Somit hier also alles im grünen Bereich!

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Das Motorola Moto X Force kam ursprünglich mit Android 5.1.1 direkt aus der Box und somit war diese vorinstallierte Software recht aktuell (die Betonung liegt auf war). Kurz vor Weihnachten erreichte dann allerdings ein OTA-Update mit Android 6.0 Marshmallow als Inhalt mein X Force und wie zu vernehmen war, soll sogar in Kürze eine weitere Aktualisierung auf Android 6.0.1 folgen. Somit ist das Gerät also auch Software-seitig auf dem neusten Stand und alles läuft wie geschmiert!

Motorola Moto X Force – Der Akku

Was bei vielen Smartphone Nutzern ebenfalls ein sehr wichtig ist, ist die Leistung des verbauten Akku. Motorola hat in diesem Fall dem Moto X Force einen 3760mAh großen Energiespeicher spendiert, welcher aktuell der üppigste ist der bislang in einem Moto Smartphone verbaut wurde. Auch wenn die verwendeten Akkus in der Vergangenheit nicht sonderlich groß dimensioniert waren, war die Laufleistung dieser dennoch recht ansprechend, da Motorola in Sachen ausgewogener Software bisher immer einen ausgezeichneten Job gemacht hatte. Dementsprechend waren meine Erwartung an diesen deutlich großeren Akku auch extrem hoch und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Hatte ich damals mit dem Moto X 2nd Gen auf dem Heimweg nach der Arbeit noch rund 20% Akku übrig (wenn überhaupt), steigerte sich die beim Moto X Style bereits auf gut das doppelte (30-40% Akku übrig) und beim neuen Moto X Force sind es nun sogar noch 60-70% Restkapazität nach einem Arbeitstag! Somit konnte ich es am Abend nochmal so richtig mit Videos, G+, YouTube, Musik, Mails, Telefonaten und und und… krachen lassen (ohne Zwischenladung versteht sich) und das Teil war danach noch immer nicht leer gesaugt.

Ich hatte in den meisten Fällen täglich ungefähr das folgende Nutzungsverhalten:

  • 3-5h DOT
  • 1h Telefonie
  • ca. 2-3h G+, Inbox, Chrome, Hangouts usw.
  • ca. 1h Musik, Youtube, Videos
  • ca. 0.5-1h Diverses
  • Synchronisation von allen Apps, drei E-Mailadressen läuft durchgehend und ständig (keine Einschränkung auf z.B. nur alle 15 Minuten syncen, sondern es wird immer ständig sofort synchronisiert)

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Somit konnte mich das Motorola Moto X Force auch in Sachen Akku-Leistung absolut überzeugen und sollte es dann doch einmal eng werden, ist mit Hilfe des mitgelieferten Turbo Chargers das Gerät nach einer nur 15 minütigen Betankung bereit für weitere 13 Stunden Betriebszeit.

Motorola Moto X Force – Beispielbilder der Hauptkamera

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Motorola Moto X Force – Das Fazit

Mit dem Moto X Force hat Motorola wiederum ein Smartphone auf die Beine gestellt, an dem es kaum etwas auszusetzen ist. Mit seinem zeitlosen Design und der wirklich sehr guten Verarbeitungsqualität könnte mich das Moto X Force schon nach den ersten Minuten absolut überzeugen und auch der schnelle Prozessor sowie die gute Akkuleistung machen richtig Spaß. Somit kann ich nicht nur Motorola Fans dieses Handset wirklich ans Herz legen und ich bin davon überzeugt, dass auch das Moto X Force ein voller Erfolg für das Unternehmen in Deutschland werden wird.

 

 

Das Motorola Moto X Force im Test – Power und Performance auf hohem Niveau
3.82 (76.36%) 11 Bewertungen

Nachdem das Motorola X Force im November 2015 offiziell vorgestellt wurde, stand für mich als großen Motorola-Fan sofort fest, dass ich dieses Teil unbedingt mein eigen nennen musste und das so schnell wie möglich. Da Motorola in meiner Heimat (der Schweiz) ohnehin nicht vertreten ist und das X Force in…
Verpackung & Lieferumfang - 90%
Design - 75%
Verarbeitung - 100%
Display - 90%
Performance & Software - 95%
Akku - 100%
Kameras - 75%

89%

Es geht kaum besser...

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Über Attila Vass

Attila bloggt für Mobildingser und mag alles was mit Android, Huawei, Motorola und Co. zu tun hat. Der Schweizer, mit ungarischen Wurzeln, fährt in der Freizeit Saab und seine Chopper. Mail: attila@mobildingser.com / Telefon: +49 (0) 3322 426 4609

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